Orangerie

Ein „Orangenbaumhaus“ in Kassel …

… oder etwas charmanter, den französischen Wurzeln entsprechend, die Orangerie.

Landgraf Karl ließ sie in den Jahren von 1701 bis 1710 in der Karlsaue errichten. Das barocke Gartenschloss diente der fürstlichen Familie als Sommerresidenz und exotischen Kübelpflanzen, wie Orangen- und Lorbeerbäumen, als Winterquartier.

Bei dem großen Bombenangriff auf Kassel im Oktober 1943 wurde die Orangerie in weiten Teilen zerstört. 1959 nutzte die documenta die Ruinen der Orangerie erstmals als Kulisse ihrer kargen Inszenierung. Anlässlich der 2. Bundesgartenschau in Kassel 1981 wurde die Fassade rekonstruiert. Und in der folgenden Dekade der vollständige Wiederaufbau der Orangerie realisiert.

Am 01. Mai 1992 konnte in der mit modernster Inneneinrichtung ausgestatteten Orangerie die Eröffnung des Astronomischen Museums mit Planetarium, heute Astronomisch-Physikalisches Kabinett, gefeiert werden. Seit der Komplettsanierung in den 1990er Jahren wurden Teilbereiche der Anlage nur oberflächlich renoviert, wie etwa die Erneuerung von Stuckelementen und -abbildungen.

Der vorerst letzte große Sanierungseinsatz: Eine Komplettrenovierung der Orangerie-Fenster durch Reuter und Sohn.

Wir sind gespannt, wie es mit diesem wertvollen Gebäude der Stadt Kassel weitergeht. Nach unserer Ansicht ist die Fassadenfläche zwingend renovierungsbedürftig. – Und, wir bewerben uns hier und heute schon jetzt für die Durchführung.